Mitgliederversammlung 2019 und Einladung zum Vortrag „energetisches Sanieren“ von Achim Theisen,

Liebe SFV-Mitglieder und -Freunde, Klima/Umweltschützer,

Für Donnerstag 24.10.2019 um 18:30 Uhr lade ich Euch herzlich zur Jahreshauptversammlung der SFV-Infostelle Koblenz im ISSO-Haus,BUND-Büro, Kornpfortstr. 15 in 56068 Koblenz-Altstadt, ein. Nach den Formalitäten wollen wir ab 19:15 Uhr den Vortrag“energetisches Sanieren“ hören und dskutieren.

Tagesordnung für die JHV 24.10.2019:

1.Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit, Genehmigung der Tagesordnung
2.Bericht des Vorstandes, von Mitgliedern, kurze Diskussion (u.a. Stand der SFV-Klage gegen die BRD)*
3.Bericht der Kassenprüferin
4.Bestimmung eines Wahlprotokollführers und eines Wahlleiters
5.Entlastung des bisherigen „Vorstandes“
6.jährliche Wahlen des Ansprechpartners, Stellvertreters und der Kassenprüferin
7.Genehmigung des Wahlprotokolls, Verpflichtungserklärung.
8.Vortrag „energetisches Sanieren“, Referent Achim Theisen, Architekt, SFV- und BUND -Mitglied
9.Diskussion, Planung weiterer Vorhaben
10.Verschiedenes**

*Ich bitte Euch gern auch um Berichte lokaler Aktivitäten in Eurem Wirkkreis.
**Ergänzungen der Tagesordnung bitte vorher durchgeben.

Ich werbe auch für die „große“ SFV-JHV in Aachen am 9.11.19, die in der bischöflichen Akademie stattfindet. Diese abendliche JHV ist eingebettet in Vorträge, am 9.11. ab 14 Uhr bis 10.11. um 14 Uhr: „It’s the Economy, stupid“ -Klimaschutz durch wirksame ökonomische Rahmenbedingungen

https://bak-ac.de/veranstaltungen/natur-und-gesellschaft/a-event/Its-the-Economy-stupid/?instancedate=1573304400000
Übernachtung in der bischöfl. Akademie günstig möglich.

Ich freue mich auf Euer Kommen!

klimafreundliche Grüße
– Speicher, Wind- und Sonnenstrom -ersetzen Kohle und Atom, jetzt müssen wir es umsetzen!

Thomas Bernhard


Fridays for Future hat doppelt Recht

Liebe Klima- und Umweltfreunde,

bitte gern an Schüler, Lehrer, Eltern weiterleiten:

Der Versuch der Klimaverbrecher, diese Bewegung der Kinder und
Jugendlichen mit Drohungen einzuschüchtern, darf keinen Erfolg haben.

Der Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V., der sich seit 33Jahren intensiv gegen den Klimawandel einsetzt, hat daher ein Gutachten zur Rechtmäßigkeit der Sanktionierung von Schülern beauftragt.

Ergebnis: Sanktionen sind in der Regel unverhältnismäßig, es sollte immer Widerspruch eingelegt werden.
Das gibt den Schulstreikenden und den Eltern sowie auch den Lehrern Sicherheit.

Ob es überhaupt noch gelingen wird, den immer schneller ablaufenden Klimawandel rechtzeitig zu bremsen, bevor er sich völlig verselbständigt, steht auf des Messers Schneide. Zu lange hat die Politik gezögert, die notwendigen grundlegenden Änderungen rechtzeitig durchzusetzen.

Wenn es überhaupt noch gelingen soll, sind dafür erhebliche Änderungen im Steuerrecht und im Energierecht erforderlich. Ohne ganz massiven Druck aus der Öffentlichkeit ist das nicht mehr durchzusetzen. Da ist möglicherweise die Bewegung „fridays for future“ das letzte Aufgebot der menschlichen Vernunft.

Diese Bewegung verdient jede denkbare Unterstützung!

Gutachten
http://sfv.de/artikelfridays_for_future_verfassungsschranken fuer_sanktionen _bei_schulischer_abwesenh.htm

letzter Abschnitt des Rechtsgutachtens:

„Ergebnis und Rechtsschutz

Wir haben gesehen, dass die Verletzung der Schulpflicht grundsätzlich im Recht der 16  Bundesländer  (so wie auch in anderen Staaten) sanktioniert  wird, dass aber wegen der Kompatibilität politischer Aktivitäten mit dem  schulischen Bildungsauftrag schon zweifelhaft ist, ob das gelegentliche, mit sehr begrenztem schulischem Fehlen verbundene Demonstrieren bei den Fridays for Future überhaupt als unentschuldigtes Fehlen einzuordnen ist. Selbst wenn man trotzdem von unentschuldigtem Fehlen sprechen wollte, so wären Sanktionen hiergegen wie gesehen jedoch unverhältnismäßig. Denn es  richten sich die Fridays-for-Future-Demonstrationen auf die Wiederherstellung rechtmäßiger Zustände im Klimaschutz. Kommt dies zur geringen Dauer des Schulausfalls (selbst bei regelmäßigen Demonstrationen), der grundsätzlichen Kompatibilität mit dem Bildungsanliegen der Schule und dem Gewicht der Versammlungsfreiheit hinzu, sind Sanktionen gegen entsprechende Schüler/innen schlechterdings nicht mehr vertretbar. Der Hinweis, man könne all dies auch außerhalb der Schulzeit vortragen, verfängt insoweit wie gezeigt nicht. Denn wie erwähnt ist die Aufmerksamkeit für die Fridays-for-Future-Demonstrationen maßgeblich auf die bewusste – und sehr begrenzte – Verletzung der Schulpflicht im Sinne zivilen Ungehorsams zurückzuführen. Grundsätzlich dürfte diese Argumentation auch außerhalb Deutschlands in anderen EU-Staaten, ggf. sogar überhaupt allen europäischen Staaten tragen, vermittelt über die EMRK und die EU-Grundrechtecharta.

Die Betroffenen sollten bei alledem beachten, dass jegliche schriftliche Anordnungen, Sanktionen, Verpflichtungen u.a.m. die Möglichkeit eines Einspruchs oder Widerspruchs an die erlassende Behörde vorsehen, die  dann in der im Bescheid genannten Frist ergriffen werden muss. Dann wird die Rechtmäßigkeit des Verwaltungshandelns erneut behördlich geprüft.“

Thomas Bernhard

Mitmachen und Spenden: www.SFV.de

Verpasst die EVM die energetische Zukunft?

Verpasst die EVM die energetische Zukunft?

– Stellungnahme der NEBeG, des SFV e.V. – Infostelle Koblenz, der NaturFreunde Kettig und der Maxwäll-Energie Genossenschaft e.G. zu den in der RZ veröffentlichten Inhalten der Jahrespressekonferenz der EVM-Gruppe –

Neb4ot SolarFöderVerein NaturFreunde Kettig Maxwäll-Energie Genossenschaft eG

http://epaper.rhein-zeitung.de/eweb/rz/2018/09/15/B0/13/33212489/ (Originalartikel)

Die Preise für Solarmodule sind seit 2010 um 80% gefallen, die PV-Energie kann bei einem Einfamilienhaus-Dach heute schon für 8 bis 10 Cent je Kilowattstunde produziert werden. Bis zum Jahr 2023 rechnet man damit, dass die Preise nochmals deutlich fallen. Dann wird es sich wirtschaftlich nicht mehr lohnen, neue Netze zu bauen, weil die Kosten der eigenen Erzeugung niedriger sind als alleine der Transport der Energie über das Netz. Spätestens dann verändert sich der Energiesektor unumkehrbar. Schon größere Energieunternehmen als die EVM sind durch ihre Haltung in existenzielle Schwierigkeiten geraten.

Die in der Pressekonferenz getätigte Äußerung, die EVM wolle „technologieoffen“ bleiben, lässt vermuten, dass sie kein zukunftsfähiges Konzept besitzt und lieber über die allgemein bekannten Schattenseiten der konventionellen Energieerzeugung hinwegsieht. Das Wort „technologieoffen“ schließt alles ein und nichts aus, auch nicht die Nutzung von Atomenergie. Wie muss man das Versprechen „100 Prozent Ökostrom von der EVM“ verstehen, wenn die EVM in der Pressekonferenz die Aussage trifft, dass „nur ein Bruchteil“ des Bedarfs in der Region produziert wird? Das Engagement der EVM-Gruppe bezüglich der Erzeugung Erneuerbarer Energien könnte dann ernst genommen werden, wenn auf den Dächern der EVM-Gebäude auch PV-Anlagen zu finden wären oder wenn die EVM einen eigenen Bilanzkreis für diesen Energiesektor vorlegen könnte.

Energieversorgung heute ist für den Wirtschaftsstandort Deutschland existentieller als alles andere. Eneuerbare Energien und Speichertechnologie machen uns unabhängig und entziehen sich Spekulationen wie der weiteren Suche nach Öl und Gas. Die Stellungnahmen der Vorstandsvorsitzenden zum Thema Energiemarkt und Versorgungssicherheit hören sich dagegen archaisch bzw. wie ein Allgemeinplatz an: Josef Rönz meint zur Sicherheit der Energieversorgung: „Das hat sogar im kalten Krieg funktioniert.“ Bernd Wieczorek erklärt, dass es sich im Energiesektor um ein „hochspekulatives Umfeld“ handelt. Aha.

Der richtige Weg lautet, so viel wie möglich auf Ökostrom umzustellen. Davon spricht die EVM in ihrer Pressekonferenz nicht, sondern geht von einem Zeitraum von 20 Jahren aus, den die Umstellung noch benötigen könnte. Die EVM sollte sich die Klimaschutz-Bilanz des Rhein-Hunsrück-Kreises ansehen. Offensichtlich klappt die Umstellung auf die Erneuerbaren Energien bewiesenermaßen besser, als es die EVM glauben machen möchte.

Die EVM empfiehlt Heizkessel auszutauschen. Einen Kesseltausch von öl- bzw. gasbetriebenen Kesseln zu Gas-Brennwertthermen muss man aus ökologischen und ökonomischen Gründen sehr kritisch hinterfragen, denn ein solcher Kesseltausch bringt maximale Einsparungen von ca. 5-10%. Erdgas ist auch in keinster Weise klimafreundlicher als Heizöl. Die durchschnittliche Nutzung einer Feuerungsanlage beträgt 20-30 Jahre. Man geht also nicht das Problem an, sondern baut sich als Netzbetreiber einen Absatzmarkt auf, der 15 bis 20 Jahre keine Veränderung mehr zulässt.

Die EVM hält die 100%-Versorgung mit Erneuerbarer Energie zurzeit nur für „theoretisch“ machbar. Sie übersieht dabei, dass wir nicht mehr in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts leben. Wir haben inzwischen 2018. Die Speichertechnologien sind längst nicht nur marktreif, rund 100.000 Stromspeicher wurden in deutschen Haushalten bereits installiert. Das ist ein riesiger Speicher! 50% aller neu installierten PV-Anlagen werden inzwischen auch mit Speichern versehen.

In Lahnstein wird die EVM 350 Wohnungen über ein Blockheizkraftwerk mit Strom und Wärme versorgen. Auf das Konzept sollte man gespannt sein. Aber: Wie ökonomisch und ökologisch kann ein in Sommer- und Übergangszeit betriebenes Erdgas-BHKW gegenüber einer klimafreundlichen PV-Anlage, die keinen Brennstoff braucht, sein? Wohin mit der BHKW-Abwärme im Sommer? Leider ist von einer geplanten solaren Energienutzung beim Lahnsteiner Projekt nichts zu lesen.

Und noch ein Wort zu den Planungen der EVM bezüglich des ÖPNVs: Die Tatsache, dass der Vorstand der EVM weiterhin auf fossile Energien setzt, zeigt sich auch in der Umstellung der Busflotte. Das Argument, man warte auf E-Busse aus deutscher Herstellung, verkennt, dass wir alle aufgrund der Klimaerwärmung keine Zeit mehr haben, noch länger abzuwarten. Es sollte für einen „technologieoffenen“ Versorger ein leichtes sein, genügend Erzeugungsleistung aus Erneuerbarer Energie aufzubauen, um den regionalen Nahverkehr elektrisch zu betreiben. Geeignete Dächer für PV-Anlagen sind in der Region ausreichend vorhanden. Die von Abgasen und Fahrverboten bedrohten Bürger wären sicherlich dankbar.

Herr Rönz stellt sich hoffentlich auch der Verantwortung für die Zukunft seiner Mitarbeiter. Sein Einsatz für eine Zukunft mit den Erneuerbaren Energien sollte ihn diesbezüglich be*un*ruhigen.

Energiewissenschaftler Dr. J. Nitsch: CO2-Abgabe könnte Klimaerwärmung stoppen, sogar bei 1,5 Grad, wenn sie schnell kommt und adäquat ansteigt. Es gibt Untersützer aus der Wirtschaft

Der Energiewissenschafter Dr. Nitsch zeigt: Eine CO2-Abgabe kann die Erderwärmung stoppen. Die Klimakatastrophe ließe sich stoppen, wenn CO2 teuer gemacht wird. Sogar 1,5 Grad wären einzuhalten – aber dann muss die Abgabe schnell kommen! Auch Vertreter der Industrie unterstützen dies.

BUND, SFV und Bündnis Klimaschutz Mittelrhein luden zum Vortrag. Dr. Nitsch referierte vor vielen Gästen, auch einigen Stadträten, am Mittwoch im ISSO-Haus zum Thema „CO2 muss einen Preis haben“

Foto: Roland Horn

Der Stuttgarter Energiewissenschaftler Dr. Joachim Nitsch, Träger des Deutschen Solarpreises 2010 zeigte Wege auf, wie wir der Klimakatastrophe entgegenwirken können. Seine Überzeugung: „Ohne lenkende CO2-Preise auf fossile Energieträger werden die Klimaschutzziele verfehlt. Der notwendige zügige Ausstieg aus Kohle-, Öl- und Gasverbrennung braucht einen finanziellen Anreiz. D.h. CO2 braucht einen wirksamen Preis, sonst fehlt die Lenkungswirkung.“ Um dieses Konzept zu verbreiten, wurde auf sein Betreiben der Verein „CO2-Abgabe“ gegründet, der schon viele konstruktive Gespräche mit Mitgliedern der Regierung, aller Parteien, der produzierenden Wirtschaft, Versicherungen, und Verbänden geführt hat.

CO2 teuer machen und lenken. Das Konzept ist bestechend: der Schadstoff mit dem größten Klimaeffekt wird besteuert und damit teurer. Der Preisanstieg würde nach Dr. Nitsch in bereits bestehende Abgaben eingearbeitet, so dass Kraftstoffe, Heizöl, Erdgas und Kohle so verteuert würden, dass die verursachte Tonne CO2 ca. 40 Euro kosten würde. Damit wäre eine auch Aufkommensneutralität mit der derzeitigen Abgabenhöhe sichergestellt. Die Abgabe ist direkt mit dem Zertifikatehandel oder den bestehenden Energiesteuern vereinbar und verrechenbar. Die Abgabe würde angekündigt schrittweise erhöht. Dies würde überall Anstrengungen der Einsparung fossiler Energie auslösen, z.B. Umstellung von Industrieprozessen, Energierückgewinnung, Dämmung, auch Änderungen im Konsumverhalten mit Bevorzugung von langlebigen oder wiederverwendbaren Produkten.

Ob es Ausnahmen geben dürfte, wurde diskutiert: Gerade z.B. die energieintensive Industrie sollte dem gleichen Preisdruck ausgesetzt werden, damit der Anreiz bleibt, hier besonders viel fossile Energie einzusparen.

Erleichterungen können dann z.B. bei Personalkosten gegeben werden, anfangs sollten die Einnahmen eher zur Finanzierung der EEG-Umlage und dem Ersatz der derzeitigen Stromsteuer genutzt werden. Eine Variante ist die Lenkungsabgabe nach Schweizer Vorbild, wo die Einnahmen als Pro-Kopf-Pauschale zurückgegeben werden. Wer wenig CO2 verursacht und CO2-Abgabe bezahlt hat, bekommt das gleiche zurück wie jemand mit viel CO2-Verursachung. Bei nationalem Alleingang wäre bei Ein- und Ausfuhr ausgewählter energieintensiver Produkten ein Grenzsteuerausgleich erforderlich. Aber auch dies wäre lösbar, und ein Anreiz für eine gesamteuropäische Lösung, damit diese „CO2-Zölle“ entfallen können.

Unterstützer der CO2-Abgabe. Etliche Länder haben mit einer CO2-Steuer bereits ihre Emissionen erfolgreich gesenkt. Viele deutsche Wissenschaftler, aber auch europäische Mineralölkonzerne oder Frau Lagarde, die Leiterin des internationalen Währungsfonds, favorisieren eine CO2-Abgabe, denn sie würde für überall faire Bedingungen sorgen und tatsächlich ermöglichen, unsere Klimaziele noch zu erreichen. An diesem Punkt war Dr. Nitsch allerdings skeptisch: Vielleicht ist die Wirtschaft nur mit einem zögerlichen Anstieg der CO2-Kosten einverstanden, und ohne diese wäre die Politik kaum umzusetzen. Zu langsam heißt aber: Klimakatastrophe viel schlimmer oder sogar bald außer Kontrolle. Fazit: Es muss endlich losgehen mit CO2-Abgabe, schnell ansteigend, und gleichzeitig: Kohle abschalten.

Weitere Infos beim Autor oder den genannten Vereinen.

Dr. Thomas Bernhard,

2.Vorsitzender des BUND Kreisgruppe Koblenz,

Ansprechpartner der Infostelle Koblenz des Solarenergie-Fördervein Deutschland e.V.

CO2-Abgabe. Chance, die Erderwärmung schnell zu stoppen

es könnten alle Finanzminister der Welt mit einem Beschluss die Erderwärmung bei maximal 1,5 Grad stoppen, und so die Welt retten: Noch in diesem Jahr eine ausreichend hohe und geplant ansteigende CO2-Steuer einführen. Das würde gewaltige Investitionen auslösen in Richtung Einsparung fossiler Energien, Dämmung, Anschaffung von E-Fahrzeugen, Umstellung der Lebensmittelerzeugung, Ausbau der Erneuerbaren Energien etc. Aber im Detail sollte es gut geplant sein. Die Industrie braucht klare Vorgaben, wann welche Preiserhöhung kommt, die Bevölkerung möchte wissen was mit dem Geld gemacht wird, welche Steuern im Gegenzug sinken, oder ob das Geld nach Schweizer Modell am Jahresende als Pauschale zurück erstattet wird und so derjenige gefördert wird, der wenig CO2 freigesetzt hat.
Wir haben einen Experten eingeladen, der sich auskennt, Beirat im CO2-Abgabe e.V ist, Klimaschutzstrategien entwickelt. Wir sind gespannt.

Vortrag: Dr. Joachim Nitsch: „CO2 muss einen Preis haben“

Termin: 25.Juli 2018, 19:00 Uhr: Ort: Dreikönigenhaus, Kornpfortstr. 15, 56068 Koblenz

Der Stuttgarter Energiewissenschaftler Dr. Joachim Nitsch Träger des Deutschen Solarpreises 2010, zeigt Wege auf, wie wir der Klimakatastrophe entgegenwirken können. Seine Überzeugung: „Ohne lenkende CO²-Preise auf fossile Energieträger werden die Klimaschutzziele verfehlt. Der notwendige zügige Ausstieg aus Kohle-, Öl- und Gasverbrennung braucht einen finanziellen Anreiz. D.h. CO2 braucht einen wirksamen Preis, sonst fehlt die Lenkungswirkung.“

Informieren Sie sich – Diskutieren Sie mit uns –

Helfen Sie mit beim Klimaschutz in Koblenz.

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                      Bild: Roland Horn

Bündnis Klimaschutz Mittelrhein fordert Politiker zum Handeln auf

Gemeinsame Aktionen zum Klimaschutz und gegen die Belastung der Luft durch Stickoxide in den Innenstädten standen im Mittelpunkt des kürzlichen Treffens des Klimabündnisses Mittelrhein in Neuwied. Dem Bündnis gehören inzwischen 16 Natur- und Umweltverbände, Initiativen, kirchliche Gruppen und Genossenschaften aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz an.

Mitglieder des Bündnis Klimaschutz Mittelrhein bei ihrem Treffen in Neuwied. Foto: Bernhard

Neuwied. „Die Extrem-Wetterereignisse der vergangenen Wochen – man denke nur an Isenburg – zeigen: Der Klimawandel ist längst da, auch bei uns. Wir alle – EU, Bundesregierung, Kommunen sowie Wirtschaft und Bevölkerung – müssen endlich wirksame Maßnahmen ergreifen, dass die Erderwärmung deutlich unter 1,5 bis 2 Grad bleibt. So wurde das ja 2015 einstimmig und völkerrechtlich verbindlich in Paris beschlossenen. Mit jedem Jahr des Zögerns würden die Folgen teurer, unkontrollierbarer und existenzbedrohender“, so Dr. Thomas Bernhard vom BUND und Solarenergieförderverein SFV Koblenz. Die Versammlung äußerte darum keinerlei Verständnis für die Verschleppung des Kohleausstieges, die Deckelung der Erneuerbaren Energien oder die mangelhafte Umsetzung einer ökologisch-sozialen Verkehrswende.

Mit einer Veranstaltungs- und Aktionsreihe im Herbst will das Bündnis die Klimaproblematik wieder verstärkt in die Öffentlichkeit bringen und Bundes- wie Kommunalpolitiker zum Handeln auffordern. Dazu werden Fahrraddemos, CO2-freie Klimatouren, Info-Veranstaltungen und Straßenaktionen in der gesamten Region vorbereitet. Dr. Bernhard: „Wichtig ist auch die anstehende Verfassungsklage des SFV gegen die Bundesrepublik Deutschland wegen Missachtung des Klimavertrages von Paris. Hierfür suchen wir Unterstützer. Der Bundestag hat Paris einstimmig ratifiziert, die Regierung blockiert aber alle wichtigen Maßnahmen. Das ist rechtswidrig.“

Aktuelles Schwerpunktthema war die Luftverschmutzung im Ballungsraum Neuwied-Koblenz. In beiden Innenstädten liegen aufgrund des dichten Autoverkehrs die Stickoxidkonzentrationen nahe am gesetzlichen Grenzwert von 40 Mikrogramm, teils darüber. „Dies muss genauer erfasst werden, denn die Zahl der Messstellen ist viel zu gering. Unseres Erachtens sind sie mitunter auch falsch platziert, um belegen zu können, dass eine Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung ausgeschlossen werden kann“, so Hendrik Hoeber, Vorsitzender des Neuwieder Umweltschutzvereins NUV. Hoeber verwies auch auf prinzipielle Mängel bei der Umsetzung der gesetzlichen EU-Vorgaben und des Bundesimmissionsschutzgesetzes bezüglich der Schadstoffgrenzwerte zum Schutzgut Mensch. Die NUV hat darum bereits begonnen mit eigenen Messungen die Situation in Neuwied näher zu analysieren. Dies soll in den nächsten Monaten fortgesetzt werden.

Auch der BUND wird sich daran beteiligen in Koblenz. „In der Koblenzer City lagen die Werte seit vielen Jahren über 40 Mikrogramm, 2017 genau auf dem Grenzwert, was wohl meteorologische Gründe hatte,“ stellte der BUND-Vorsitzende Egbert Bialk fest. „Gemacht wurde in Koblenz noch nichts. Weder genügend neue E-Busse wurden angeschafft, noch die Radsituation verbessert. Bis Förderanträge greifen, wird es noch Jahre dauern. Darum brauchen wir sofort eine deutliche Entlastung der Innenstadt vom Autoverkehr, geregelt mit einer Umweltzone und Sofortmaßnahmen für einen besseren Rad- und Nahverkehr. OB David Langner und der Stadtrat sind jetzt gefordert“, so der BUND.

Die nächste Versammlung des Bündnisses Klimaschutz Mittelrhein findet am 14. August in Bendorf statt.

Weitere Informationen/Unterstützung: BUND-Regionalbüro Koblenz, Kornpfortstraße 15, Telefon 0261-9734539, regionalbuero-koblenz@bund-rlp.de, E. Bialk , Neuwieder Umweltschutz NUV, info@neuwieder-umweltschutz.de, Hendrick Hoeber Naturfreunde Kettig, naturfreunde-kettig@gmx.de Oliver Hartmann. (PM)

SFV-Präsenz auf dem Markt der Nachhaltigkeit in Koblenz

Die Infostelle Koblenz des Solarenergie-Fördervereins Deutschland e.V. (SFV) war auf dem Markt der Nachhaltigkeit doppelt vertreten: mit einem Solarquiz für unsere Jugend, sowie dem politischen Chor „Andere Saiten“. So machte der SFV mit vierstimmigen Chorgesang aufmerksam auf die Probleme des Klimawandels, verursacht durch habgierige Konzerne und korrupte Politik. Es waren deutsche Texte zu bekannten Liedern, aber auch englische Versionen, z.B. des earth songs von M.Jackson: „what about the bleeding earth, what about the seas, what about us?“ Im Solarquiz wurden die Lösungen aufgezeigt, Erneuerbare Energien, sparsamerer Umgang mit Ressourcen, weniger Konsum. Der SFV teilt sein Büro mit dem BUND im ISSO-Haus. Er ist kompetent für Erneuerbare Energien einschl. konkreter Probleme, aber auch allgemeine Fragen zu CO2-Reduktion, und politischen Ansätzen. Der SFV war maßgeblich an der Entwicklung des EEG beteiligt, und ist weiterhin konstruktiv politisch aktiv, von kommunaler bis Bundesebene. Momentan wird eine Verfassungsklage vorbereitet, um effektiven Klimaschutz von der Bundesregierung gerichtlich einzufordern und so den Pariser Vertrag mit dem 1,5-Grad-Ziel umzusetzen. Dafür werden Spenden erbeten.
Infos: Dr. T. Bernhard, info@sfv-infostelle-koblenz.de, www.sfv.de


Wahlaussage des Oberbürgermeister-Kandidaten der Grünen 2017

Antworten auf die Wahlprüfsteine des SFV

Bündnis90/Die Grünen:

 

Sehr gehrte Damen und Herren,

danke für die Zusendung der Wahlprüfsteine und entschuldigen Sie bitte die verspätete Antwort. Die Wahlprüfsteine selber haben wir an unseren Bundestagskandidaten Patrick Zwiernik weitergesendet. Da es sich um viele bundespolitische Themen handelt, die Sie abfragen, möchten wir Ihnen hier nur lediglich formlos einige Idee schreiben, die Herr Ackermann als Oberbürgermeister von Koblenz angehen würde.

  1. Ausbau der Radwege wo sie gebraucht werden und nicht nur, wo gerade

Platz ist. Dafür – wenn nötig – Autospuren wegnehmen. Auf allen Straßen Fahrradschutzstreifen aufbringen, EInkaufsstraßen nachts für den Radverkehr öffnen und alle Einbahnstraßen für den Radverkehr freigeben. Wenn der Radverkehr prioritär gleichberechtigt und sicher auf der Straße geführt wird, wird automatisch auch der Fußverkehr sicherer. Ampelschaltungen sollten ebenfalls mehr auf den Fuß- und Radverkehr ausgerichtet sein. Koblenz braucht Fahrradstraßen, die von den Ortsteilen in die Innenstadt führen und Radschnellwege, die die umliegenden Gemeinden mit Koblenz verbinden. Eine bestimmte Quote der Kosten für den Straßenbau muß immer parallel zum Bau von Rad- oder Fußwegen benutzt werden.

  1. Verbesserung des ÖPNVS durch eine Rekommunalisierung.Durch eine verbesserte Taktung und eine transparentere Preisgestaltung, durch günstigere Preise würden wir eine verbesserte Nutzung erreichen wollen undden motorisierten Individualverkehr einschränken können. Die Busflotte müßte umgerüstet werden auf emissionsarme Antriebssysteme. Diese Maßnahmen kosten Geld und müssen nur als städtische Aufgabe angesehen werden.
  1. Ein funktionierendes Park & Ride in Koblenz installieren, dass Pendler ihre Autos vor der Stadt parken können und dann mit Shuttlebussen in die Stadt gefahren werden können.
  1. Intensivere Bepflanzungen des Straßenbegleitgrüns, der Schallschutzmauern, ein Mehr an Stadtbäumen würde der Luftreinhaltung dienen. Es könnte eine Quote festgelegt werden für Dachbegrünungen und Fassadenbegrünungen, die für alle Bürgerinnen und Bürger verbindlich ist. Ebenfalls müssen Regelungen getroffen werden, damit der Umbau von grünen Vorgärten in pflegeleichte Steingärten gestoppt wird. Dies kann über eine Vorgärtensatzug geregelt werden, aber auch über Aufklärung der Bürgerinnen und Bürger.
  1. Keine Ausweitung der Industrie- und Gewerbeflächen mehr, sondern

Recycling schon vorhandener alter Flächen. Hierfür müssen mehr Anreize geschaffen werden.

i.A. Sylvie Weber

Bündnis 90/ Die Grünen

Stadtratsfraktion

offene Mitgliederversammlung

Liebe SFV-Freunde,

am Mittwoch 9.August um 18.00 Uhr wollen wir uns wieder zu einer offenen SFV-Versammlung treffen,
im Büro des BUND in der Kornpfortstraße 15 , 56068 Koblenz-Altstadt.

Wir wollen unter anderem einen Rückblick auf unsere Teilnahme an der Nacht der Nachhaltigkeit in Koblenz halten, weitere Aktionen (auch im Hinblick auf die Bundestagswahl) überlegen, und den Termin des 7.Sept. planen, an dem der Klimatologe Prof. Stefan Rahmstorf vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung in Koblenz einen Vortrag halten wird. Er wurde vom Bündnis Klimaschutz Mittelrhein eingeladen.
Bei unserem Besuch der SFV-Infostelle Nordbayern habe ich festgestellt, dass dort ganz andere und auch gute Aktivitäten gelaufen sind.
Auch gibt es eine Initiative gemeinsamer Pressemitteilungen, wo wir uns als Infostelle anschließen wollen und die interessant ist.

Ich bitte Euch gern auch um Berichte lokaler Aktivitäten in Eurem Wirkkreis.

Ich freue mich auf Euer Kommen!

Thomas Bernhard

Pressemitteilung

Klimawandel muss Thema Nr. 1 im Wahlkampf sein!

Grafik: iStock

Grafik: iStock
01.08.2017

Bilder, wie man sie bis vor einiger Zeit nur aus Asien kannte, kommen jetzt aus Deutschland, und in immer kürzeren Abständen: Schlammlawinen, überflutete Städte, Unwetter mit Toten und Verletzten. Dazu die Nachricht vom Abbruch einer riesigen Eisfläche in der Antarktis. Der Klimawandel tritt in ein neues Stadium ein. Und wie reagiert die Politik? Sie hält sich offenbar Augen, Ohren und Mund zu. zwölf Verbände und andere Interessenvertreter plädieren dafür, das Thema Energie mehr in den Focus zu rücken. Es scheint sich unter der Hand eine Entwicklung fortzusetzen, die die Geschwindigkeit der Energiewende in Deutschland stark bremst.

Beispiel Nr. 1:

Nähere Ausführungen zum Beispiel 1 finden Sie auf folgenden Seiten: buendnis-buergerenergie.de (link is external) und wind-energie.de (link is external)

Die Analyse der Ausschreibungsergebnisse für Windenergie in diesem Jahr lässt befürchten, dass weniger Windkraftanlagen (WKA) zugebaut werden. Überdurchschnittlich viele kleine Bürgergesellschaften, die exakt nach den Bestimmungen des EEG 2017 konstruiert wurden, haben den Zuschlag bekommen. Es ist vorauszusehen, dass viele dieser WKA keine Genehmigung erhalten werden. Denn Recherchen zeigen: Der Großteil der bezuschlagten Anlagen ist noch nicht genehmigt. Zudem ist davon auszugehen, dass zwischen beantragter Projektgröße und Genehmigung eine nicht unerhebliche Differenz liegt. In NRW kommt hinzu, dass unklar ist, ob die dort bezuschlagten Projekte noch Bestandschutz genießen oder durch die angekündigten Restriktionen der neuen Landesregierung verloren gehen. Insgesamt ist dadurch das Risiko gegeben, dass selbst die viel zu niedrigen Ausschreibungsmengen nicht erreicht werden können.

Beispiel Nr. 2:

Im Ende Juni vom Bundestag verabschiedeten Mieterstromgesetz sind so viele Hürden eingebaut, dass sich jeder Vermieter dreimal überlegen wird, ob er das Wagnis „Mieterstrom“ eingehen kann. Die Absicht des Gesetzes ist ganz eindeutig nicht etwa die breite Beteiligung von Menschen mit kleinem Einkommen an den Vorzügen der Energiewende, sondern die Beschränkung des Mieterstroms auf Feigenblattgröße. Überhaupt verfolgt der Gesetzesdschungel im und um das EEG, den nur noch einige hochspezialisierte Fachanwälte verstehen können, den Zweck, Menschen davon abzuhalten, die Energiewende mitzugestalten.

Beispiel Nr. 3:

In Antworten auf die Wahlprüfsteine von 21 Organisationen, die sich für die Energiewende einsetzen, ist von den derzeitigen Regierungsparteien gebetsmühlenartig zu hören, dass es noch lange dauern wird, bis die neuen Energien die alten ablösen können. Immer wieder werden die großen Stromtrassen angeführt, die dafür notwendig wären. Das Scheinargument für die gigantischen Stromtrassen ist, dass Strom aus dem Norden in den Süden verfrachtet werden soll. Aber die Süddeutschen sind leicht in der Lage, selber ihren Strom dezentral herzustellen. Und: Warum verläuft die Trassenführung durch die Braunkohlegebiete? Die gesetzlich garantierte Einspeisevergütung wird als „Subventionierung“ der erneuerbaren Energien bezeichnet. Dass das Recht der konventionellen Energien, Klima und Umwelt kostenlos und dauerhaft zu schädigen, eine unvergleichlich höhere Subventionierung darstellt1, wird übergangen. Dazu kommen jedes Jahr noch direkte Subventionen und indirekte durch Sozial- und Gesundheitskosten, in der Summe dreimal höher als für die Erneuerbaren.

Zivilisationsentscheidende Aufgabe

Wir alle stehen jetzt vor der großen Aufgabe, die begrenzten und schädlichen Energien durch unbegrenzte und bedeutend weniger schädliche zu ersetzen, denn der Wechsel des Energiewirtschaftssystems ist vermutlich zivilisationsentscheidend.

Unterzeichner: Bundesverband WindEnergie (link is external) /  DGS (link is external) /  BBEn (link is external) /
Freunde von PROKON (link is external) /  SFV (link is external) /
Solarverein Goldene Meile (link is external) /  Sonnenkraft Freising e.V. (link is external) /
BUND Kreisgruppe Koblenz (link is external) /  E-W-Nord (link is external) /
prokon (link is external) /  NaturFreunde Kettig