Wahlaussage des Oberbürgermeister-Kandidaten der Grünen 2017

Antworten auf die Wahlprüfsteine des SFV

Bündnis90/Die Grünen:

 

Sehr gehrte Damen und Herren,

danke für die Zusendung der Wahlprüfsteine und entschuldigen Sie bitte die verspätete Antwort. Die Wahlprüfsteine selber haben wir an unseren Bundestagskandidaten Patrick Zwiernik weitergesendet. Da es sich um viele bundespolitische Themen handelt, die Sie abfragen, möchten wir Ihnen hier nur lediglich formlos einige Idee schreiben, die Herr Ackermann als Oberbürgermeister von Koblenz angehen würde.

  1. Ausbau der Radwege wo sie gebraucht werden und nicht nur, wo gerade

Platz ist. Dafür – wenn nötig – Autospuren wegnehmen. Auf allen Straßen Fahrradschutzstreifen aufbringen, EInkaufsstraßen nachts für den Radverkehr öffnen und alle Einbahnstraßen für den Radverkehr freigeben. Wenn der Radverkehr prioritär gleichberechtigt und sicher auf der Straße geführt wird, wird automatisch auch der Fußverkehr sicherer. Ampelschaltungen sollten ebenfalls mehr auf den Fuß- und Radverkehr ausgerichtet sein. Koblenz braucht Fahrradstraßen, die von den Ortsteilen in die Innenstadt führen und Radschnellwege, die die umliegenden Gemeinden mit Koblenz verbinden. Eine bestimmte Quote der Kosten für den Straßenbau muß immer parallel zum Bau von Rad- oder Fußwegen benutzt werden.

  1. Verbesserung des ÖPNVS durch eine Rekommunalisierung.Durch eine verbesserte Taktung und eine transparentere Preisgestaltung, durch günstigere Preise würden wir eine verbesserte Nutzung erreichen wollen undden motorisierten Individualverkehr einschränken können. Die Busflotte müßte umgerüstet werden auf emissionsarme Antriebssysteme. Diese Maßnahmen kosten Geld und müssen nur als städtische Aufgabe angesehen werden.
  1. Ein funktionierendes Park & Ride in Koblenz installieren, dass Pendler ihre Autos vor der Stadt parken können und dann mit Shuttlebussen in die Stadt gefahren werden können.
  1. Intensivere Bepflanzungen des Straßenbegleitgrüns, der Schallschutzmauern, ein Mehr an Stadtbäumen würde der Luftreinhaltung dienen. Es könnte eine Quote festgelegt werden für Dachbegrünungen und Fassadenbegrünungen, die für alle Bürgerinnen und Bürger verbindlich ist. Ebenfalls müssen Regelungen getroffen werden, damit der Umbau von grünen Vorgärten in pflegeleichte Steingärten gestoppt wird. Dies kann über eine Vorgärtensatzug geregelt werden, aber auch über Aufklärung der Bürgerinnen und Bürger.
  1. Keine Ausweitung der Industrie- und Gewerbeflächen mehr, sondern

Recycling schon vorhandener alter Flächen. Hierfür müssen mehr Anreize geschaffen werden.

i.A. Sylvie Weber

Bündnis 90/ Die Grünen

Stadtratsfraktion