Eröffnungsfeier der Koblenzer Infostelle war ein voller Erfolg

Solarenergie-Förderverein-Infostelle Koblenz eröffnet

„Speicher, Wind- und Sonnenstrom

ersetzen Kohle und Atom!“

Die feierliche Eröffnung der Infostelle Koblenz des Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV) im Dreikönigenhaus am vergangenen Sonntag war ein voller Erfolg. Zahlreiche Gäste, interessiert und motiviert dazu beizutragen die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, lauschten dem Vorträgen: Dr. Rüdiger Haude sprach zu „Energiewende – zentral oder dezentral organisieren“ und Thomas Bernhard zu „was ist zu tun – die neue Greenpeacestudie zu den Folgerungen nach Paris COP21“. Gäste nutzen die Kontaktmöglichkeiten, kamen in intensive Gespräche, fuhren verschiedene e-Fahrzeuge Probe, oder vereinbarten auch Aktionen.

Es wurde einiges geboten – und noch mehr mitgenommen:

Der Ort: Dreikönigenhaus in der Kornpfortstraße 15, das die ISSO Startup-Unternehmen und Koblenzer Umweltbüros von BUND, VCD, Ökostadt Koblenz und jetzt auch den SFV beherbergt. Dieser profitierte durch die enge Zusammenarbeit auch vom BUND-Personal; voller Saal des Soul-Food Cafes mit Sektempfang.

Die Menschen: SFV-Aktive aus Koblenz, Aachen, Bayern, Koblenzer und im Umland ansässige Unternehmer, engagierte Bürger, Umwelt-Aktive, Politiker aus Stadtrat und der Landespolitik, e-Auto-Besitzer, Solateure, der Buchautor eines Reiseführers zu Erneuerbare Energien in Deutschland, und viele mehr…

Das Ambiente: Eine mobile Rollup-Ausstellung des SFV zur Erderwärmung und Möglichkeiten einer besseren Zukunftsgestaltung; Informationen rund um die Solarenergie, zahlreiche Bücher, die tollen neuen Räumlichkeiten aller ansässigen Büros – ein inspirierendes Ambiente und dazu eine Austellung gängiger E-Fahrzeuge von e-Rollern, e-Motorrad, Twizzy, e-Smart, Citroen C-zero, BMWi3, Renault Zoe, Kangoo, Nissan Leaf von Autohaus Schilling, Tesla.

Die Inhalte: Dr. R. Haude kennzeichnete die Möglichkeiten bisheriger und zukünftiger Energieversorgung, und zeigte neue Aspekte auf: die dezentrale Versorgung ist technisch ausgereift, hat den Vorteil besserer Fehlerfreundlichkeit -mit dem Verweis auf Fukushima-, die höheren Wirkungsgrade mit Nutzung der Abwärme vor Ort, die kurzen Netze, und die Schnelligkeit des Aufbaus. Der wirtschaftliche Vorteil ist, dass Bürger geringere Gewinnerwartungen haben, Gewinne in eine regionale Wertschöpfung eingehen. Politisch: Dass Dezentralität die Demokratie stärkt statt eine Macht im Staat zu generieren die globale Fehlentwicklungen hervorruft statt korrigiert. – Dr. T. Bernhard, der auch im BUND Koblenz aktiv ist, berichtete über den Stand nach Paris: Der weltweite Konsens die Erderwärmung möglichst bei 1,5 Gradzu halten.
Was das bedeutet, hat eine neue Studie aufgezeigt: Es muss der CO2-Ausstoß weltweit und vorher noch in den Industrieländern so schnell wie möglich heruntergefahren werden, denn jeder weitere Ausstoß erhöht die Konzentration in der Atmosphäre und damit die Erwärmung. Konkret muss Deutschland bis 2025 die Kohleverstromung beenden, bis 2035 komplett Strom aus Erneuerbaren herstellen. Der PKW-Verkehr muß statt zuzunehmen pro Dekade um 10% reduziert werden, und alle Autos 2035 elektrisch fahren. Das sind Ziele die sich mit dem heutigen Zwiedenken nicht vereinbaren lassen, das eine zu wollen und das andere trotzdem zu tun. Konkret hieße das auch: keine Nordtangente mehr, keine neuen Autobahnen, keine Verbrenner-Autos mehr kaufen; lieber Fahrradwege und e-Bikes. Jede Verzögerung bringt uns mehr Erderwärmung.

Als humorvolle Zwischeneinalge sang der SFV-BUND-Chor das Lied „probiers mal mit Erneuerbar“ und ein Eisbär tanzte dazu. Auch ein extra vom Aachener Chor „Andere Saiten“ für die Infostelle komponierter Groove wurde dann mit dem Publikum eingeübt und war noch Tage danach Ohrwurm.

Manche Gespräche waren sehr konkret, etliche überlegen welches e-Auto es denn sein soll, und es wurden Aktionen besprochen zu dem Thema, vom „Tag der Elektromobilität“ am 22.4. auf der Festung Ehrenbreitstein über den Film „power to change“ ab 21.4 in den Kinos, zu Vorträgen oder Schulaktionen. Die SFV-Infostelle Koblenz ist dabei. Eine gelungene Matinee.

Maßnahmen zur Dekarbonisierung

10.12.2015, Rüdiger Haude:

CO2-Steuer jetzt!

Im Kampf gegen den Klimawandel kommt der „Dekarbonisierung“ der Energieerzeugung – also dem Abschied von den fossilen Energiequellen – eine Schlüsselrolle zu. Dieser Prozess kann nur durch den mutigen Ausbau Erneuerbarer Energien – vor allem Solarenergie und Windenergie, zusammen mit den geeigneten Speichertechniken – geschafft werden. Angesichts der verheerenden Klimawandel-Folgen sind entschiedene politische Schritte nötig, um diesen bereits angelaufenen Umbau zu beschleunigen.

Heute sehen wir in Deutschland…..   weiterlesen